Ursprünglich geplantes Parkhaus

Das Parkhaus an der Alten Feuerwache kann nach gegenwärtiger Einschätzung in der geplanten Form nicht errichtet werden.


Bisherige Planung

Im Parkhaus sollten 130 Plätze entstehen. Es sollte Mitte 2020 in Betrieb genommen werden.


Timeline:
 
Ende  2016     Erster Planentwurf
Mitte  2018     Finaler Planentwurf - Abgestimmt mit der Bauordnung
Ende  2018     Zustimmung des Stadtentwicklungsausschusses mit Auftrag
zur Planentwicklung an die Stadt


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Architektur

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+- Architekturpläne

+- Entwurfsidee

HANS & RINNE

Parkhaus am Florianhof

Stand: 10.10.2018

Stadtraum

Die Setzung des Gebäudekörpers für das geplante Parkhaus lässt im Norden und Nordosten, in direkter Nachbarschaft zur Alten Feuerwache und dem Petrinum, zwei neue Stadtplätze mit diversen räumlichen Qualitäten entstehen. Durch die Aufständerung des neuen Körpers, der zentralen Entwurfsidee, wird eine gewerbliche Nutzung im gesamten Erdgeschossbereich ermöglicht. Im Zusammenspiel mit dem geplanten Feinkostmarkt in der ehemaligen Fahrzeughalle der Alten Feuerwache erfährt der Ort eine positive Transformation hin zu einem urbanen und lebendigen innerstädtischen Quartier, dem Florianhof. Der kleinere Platz im Nordosten zwischen Alter Feuerwache und dem Parkhaus ist geprägt von räumlicher Dichte und erzeugt Geborgenheit. Er kann von zwei Seiten gastronomisch bespielt werden. Ein Stadtteilbrunnen aus Naturstein mit einer Figur des Heiligen Florian lädt zum Verweilen ein und vermittelt in einem räumlichen Spannungsfeld zwischen alt und neu. Die neue Arkade gliedert den Raum zusätzlich und schafft räumlich differenzierte Bereiche. Der größere Platz am Herzogswall ist als urbaner Stadtplatz geplant. Er fungiert als neuer Eingang in die westliche Altstadt. Gleichzeitig wird er zur Bühne für die wieder freistehende und sanierte Feuerwache. Eine der Grundstücksgrenze folgende Natursteinmauer fasst den Platz zum Herzogswall, leitet mittels zweier Stufen im südlichen Bereich auf den Platz und bildet zum Nachbarn in Richtung Steintor die Einfassung der Bepflanzung. Sie wird aus Originalsteinen der historischen Stadtmauer erstellt und ist ihrem ehemaligen Verlauf in etwa nachempfunden. Die Steine werden in Scheiben geschnitten und dann geschichtet, sodass der historische Bezug auf moderne Weise hergestellt wird. Eine charaktervolle Skulptur im Zentrum des Platzes bindet den Raum. Die abendliche Beleuchtung des historischen Gebäudes und des neuen Platzes unterstreichen die Urbanität des Ortes. Beide Plätze erhalten als Bodenbelag kleinteiliges Basaltpflaster, wodurch eine ruhige und homogene Fläche entsteht, die die Wirkung der Fassaden unterstützt. Ein reibungsloser Verkehrsfluss an der Einfahrtssituation im Südwesten wird durch die Integration des Parkhauses in das öffentliche Straßensystem an der bestehenden Kreuzung Herzogswall/ Westerholter Weg gewährleistet. Unterstützend wirkt die großzügige und von allen Seiten gut einsehbare Einfahrt. Die vorhandene Ampel am Herzogswall muss einige Meter Richtung Steintor versetzt werden. Die gesamte Verkehrsplanung wurde in Kooperation mit dem Ingenieurbüro Lindschulte und Kloppe erarbeitet, entspricht in allen Teilen der Anforderungen der Sonderbauverordnung und wurde auf eine komfortable Nutzung optimiert.

Gebäude

Das oberirdische Parkhaus ist als offene Großgarage geplant und wird zentral vom großen Platz am Herzogswall erschlossen. Der zweite Rettungsweg wird über einen 80 cm breiten Fußweg auf der Abfahrtsrampe organisiert.Auf insgesamt vier Parkebenen, von denen sich drei in den oberen Geschossen und eine im Untergeschoss befindet, werden 130 Parkplätze zur Verfügung gestellt. Aufgrund des straffen Zeitplans und der notwendigen Wirtschaftlichkeit des Parkhauses ist die gesamte Konstruktion aus Fertig- oder Halbfertigteilen geplant, sodass der Bauprozess optimiert und die Bauzeit möglichst kurz gestaltet werden kann. Die gesamte Dachfläche wird extensiv begrünt.

Fassade

Gemäß Sonderbauverordnung müssen in einer offenen Großgarage unverschließbare Öffnungen in einer Größe von mindestens einem Drittel der Gesamtfläche der Umfassungswände zur Belüftung hergestellt werden. Aufgrund der Brandwand zum südlichen Nachbarhof ergibt sich in unserem Fall eine Größe von mindestens zwei Dritteln an den drei übrigen Umfassungswänden. Gleichzeitig muss im Bereich zur Alten Feuerwache und an der südlich angrenzenden Nachbarbebauung Schallschutz gewährleistet werden. Gepaart mit dem Wunsch einer geschlossenen Fassade, insbesondere im Bereich zwischen Parkhaus, Alter Feuerwache und Petrinum, werden im Vorfeld sehr konträre Anforderungen an die Fassade gestellt. Als Synthese dieser drei widersprüchlichen Anforderungen und der Gegebenheiten des Ortes besteht der Entwurf der Fassade aus insgesamt 127, einen Zentimeter starken und 9,20 m hohen Stahlplatten, die an einer filigranen Unterkonstruktion aufgehängt, so um den Gebäudekörper angeordnet werden, dass sie die Anforderungen erfüllen und darüber hinaus einen modernen, bewegten Körper entstehen lassen. Die größte Platte ist 2,50 m breit und wird als Startpunkt an der Ecke Klosterstraße und der südlichen Nachbarbebauung angeordnet, dort wo die Schallschutzanforderungen am höchsten sind. Jeweils einer elliptischen Kurve folgend, werden die Platten kontinuierlich schmaler, wobei sich ihr Öffnungswinkel stetig vergrößert. Die Bewegung lässt die Fassade von jedem Blickwinkel aus anders erscheinen. Mal ist sie geschlossen, mal gewährt sie interessante Ein- und Durchblicke. Die Oberfläche der Stahlplatten besteht aus einer Feuerverzinkung, die sie zum einen nachhaltig und langlebig vor Korrosion schützt und zum anderen der Fassade ein lebendiges Spiel mit unterschiedlichsten Reflexionen verleiht.

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+- Lageplan
+- Grundrisse
+- EG
Erdgeschoss
+- OG 1
Obergeschoss 1
+- OG 2
Obergeschoss 2
+- OG 3
Obergeschoss 3
+- Dach
Dach
+- UG
Untergeschoss
+- Ansichten
Nord / Herzogswall
Süd / Steintor
Nordost / Klosterstraße
+- Schnitte
Schnitt Geschosse
Längsschnitt Abfahrt
Querschnitt